Elsaß

Marianne Saturday September 5, 2015

Do. 03.09.

Von nun an geht es wieder tu Tal, da ist das Schleusen einfach. Bis Dannamarie/Wolfersdorf. Auf der 1 Seite des Kanals liegt Dannemarie, die paar Häuser und der Hafen auf der anderen Seite sind Wolfersdorf. Im Hafen urden wir von der netten Hafenmeisterin eingewiesen, die auch kräftig beim Anlegen half. Später kam auch Irmela mit Mannschaft. Da die beiden Restaurants im Ort geschlossen waren und uns die Nudelgerichte von der Bude in Hafennähe das letzte mal nicht geschmeckt haben beschlossen wir einen gemeinsamen Grillabend an einer gemütlichen Sitzgruppe im Hafen. Geröstetes Baguette, Aioli, Avocadocreme, verschiedene Käse, scharfr Chiorizzo, Schinken, Sülze als 1. Gang. Dann leckere Omlette mit Champiognons von Chefkoch Rainer persönlich zubereitet, Karottensalat, grünen Salat und noch Merguez. Anschließend durfte der Verdauungsschnaps natürlich nicht fehlen. Zu Trinken gab es 3 Sorten Bier, Rotwein und Wasser. Man merkt, dass wir jetzt wieder im Elsaß sind!

Fr.04.09.

Um 9 Uhr wie mit der VNF verabredet, los. Ich hatte vorher schon in Dannemarie Baguette und Croisants geholt, war mit Tobbi spazieren und hatte Müll weggebracht. Sonnig, aber kalter Wind. Nach Schleuse 28 an einem Anleger festgemacht. Wir machten noch eine Fahrradtour einige Schleusen weiter, fanden aber weder Bäcker noch Supermarkt. Nach dem Abendessen war mal wieder ein lustiger Spieleabend auf der Mobbel fällig. 

Sa. 05.09.

Wieder um 9 Uhr abgelegt. Alle Schleusen waren schon offen für uns, so dass wir um 12:30 schon in Mühlhausen anlegten. Unterwegs waren einige Brücken so niedrig, dass wir mal wieder die Bimini umlegen mussten. Irmela war auch schon da, Hafenmeister und andere Bootsfahrer halfen beim Anlegen kräftig mit. Linker Hand sieht man schon die Vogesen. Mit Jürgen in Mini-Carefour einkaufen. Abends beim Italiener gut essen.

So. 06.09.

Um 9 Uhr abgelegt, durch die letzte kleine Schleuse auf den Niffer. Man kann vor der Schleuse auch anlegen, einkaufen und nach der Schleuse kommen bald schöne kleine Anleger in der freien Natur, aber mit Tich und Bänken. Vor der 1. Rheinschleuse mussten wir 45 Min. warten, bis 1 Frachter hochgeschleust war und ein Hotelschiff da war, mit dem wir geschleust wurden. Nach der Schleuse kam heftig Wind auf. Jürgen meinte, das wäre schon mal zum Eingewöhnen fürs Mittelmeer. Aber alle sind offensichtlich hochseetauglich! Wieder in Breisach angelegt. Eigentlich wollten wir abends badische Küche genießen, aber nach gemeinsamen Anleger mit Imbis hatte keiner mehr so wirklich Hunger. Also holten wir noch was so im Kühlschrank im Angebot war und machten es uns auf der Mobbel gemütlich.

Mo. 07.09.

Sonne! Wir fahren aus dem Grand Canal dÁlsace auf den Rhein. Der ist heute wieder spiegelglatt. Leider zogen im Laufe des Tages dunkle Wolken auf, kalter Wind wehte aber kein Regen. Kurz vor dem Hafen Kehl startet Uwe die 2. Maschine, worauf sich kurz beide? Maschinen nicht mehr schalten ließen. Backbordmaschine ging dann wieder, aber nicht die Steuerbordmaschine. So mußten wir im engen Hafen von Kehl mit einer Maschine rückwärts anlegen, was nach einigem hin und her und mit tatkräftiger Hilfe des Hafenmeisters auch gelang. War aber doch wieder Streß. Ich ging dann mit Tobbi erst mal von Bord spazieren, meldete uns dann beim netten Hafenmeister an. Inzwischen hatte Uwe festgestellt, dass der Zug vom oberen Fahrstand der Steuerbordmaschine gerissen war. Wir hatten einen Ersatzzig an Bord. Leider muss zum wechseln der halbe Salon abgebaut werden. Nach ca 2 Stunden hatte Uwe auch das erledigt. Jetzt muss der neue Bautenzug morgen noch am oberen Fahrstand und am Verteiler befestigt werden. Ist nur noch die Frage „Wie“?

Di. 08.09

Uwe reparierte den Bautenzug weiter, ich war währenddessen einkaufen bei Edeka, danach noch duschen. Um 12:30 los, nach Staßburg zu Kojak. Dort bekam Uwe einen neuen Bautenzug. Mobbel fuhr schon mal vor. Da in Sufflenweiersheim nicht mehr wirklich Platz für 2 Boote war weitergefahren bis Brumath. Da an einem Aneger in der Wildnis festgemacht. Tisch und Stühle rausgestellt, nach dem Anleger gemeinsam gegrillt, Tobbi konnte laufen und mit dem Ball spielen. Ist doch schöner als in einem Hafen. Noch Absacker auf Mobbel, wollen morgen bald ablegen gegen 8:30.

Mi. 09.09

Nach der Schleusentreppe fuhren wir bei Sonnenschein gemütlich durch das schöne Elsaß. Dass es nicht zu langweilig wurde, legte Uwe an einem ganz flachen Anleger an um den Müll wegzubringen. Kurz vor dem Hafen von Saverne haben wir an der Spundwand festgemacht.

Do. 10.09.

Mobbel legte um 8 Uhr ab, als ich gerade aufstand. Wir folgtenum 9 Uhr. Im Hafen fuhr kurz vor uns ein Charterboot raus. Da wir an der Schleuse wrten musste, legten wir an der Nauer an. Uwe hob schnell sein Fahrrad vom Schiff und radelte zum Bäcker. Er kam zurück als die Schleuse auf grün sprang. So konnten wir noch hinter dem Charterboot einfahren. Es war die einzige Schleuse mit einem Hub von 5,70m, alle anderen haben so um 2.70m. Bei uns fehlte in der Wand der 2. Poller, auch oben war keiner. Von dem Charterboot war einer die Leiter hochgeklettert, um deren Leinen direkt oben auf die Poller zu legen. Der nahm dann auch noch meine Leine an. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir durch das Tal des „Zorns“, so heißt der Bach neben dem Kanal, entlang der Vogesen. Die Mobbel erwartete uns schon im 2. Hafen in Lützelburg.Der wind drückte uns auch ganz von alleine an die Kaimauer. Nachmittags spazierten wir hoch zur Burg und tranken dann schon mal einen Aperitiv in der „Eselsbrücke“. Dort aßen wir auch lecker zu Abend. Ich probierte gegrillten Zander auf Sauerkraut, aber die Kombination fand ich nicht so gut. Aß erst das Sauerkraut, was sehr lecker war, anschließend den Fisch.

Fr. 11.09.

Um 8 Uhr ging´s weiter, da wir mittags wieder Wind befürchteten. Versuchten zu zweit zu schleusen, das war aber für den Vorderen zu heftig, da das Boot direkt hinter der vorderen Tür lag, weil die Poller so schlecht angebracht waren. Also schleusten wir bis zum Hebewerk in Arzviller getrennt. Dort machten wir erst mal vor der roten Ampel fest, da die Wanne oben war. Nach ca 30 Min. kam die Wanne mit einem Schiff runter und wir konnten mit 3 Booten einfahren. Ist schon ein komisches Gefühl, wenn sich das Schiff bewegt ohne dass man fährt! Auch Tobbi schaute ganz seltsam aus seiner Schwimmweste. Danach ging es durch den 2.3 km langen Tunnel, einer Engstelle und noch mal ein kurzer Tunnel Schleusen gab es heute keine mehr, sind jetzt auf der Scheitelhaltung des Rhein-Marne -Kanals. In Xouaxange bei Mobbel auf Päckchen gelegt, da nur noch 1 Platz am Steg frei war. An der Böschung war es nicht steil genug. Mal ein bißchen den Ort erkundet, außer der Kneipe gibt es hier nichts. Aber wegen der wollte ja Jürgen hier anlegen, die Speisekarte klingt auch ganz gut. Elsäßer und asiatische Spezialitäten. Haben schon mal auf dem spaziergang einen Aperitif getrunken. Abends asiatischen Vorspeisenteller, danach Rindfleisch in Spinatsauce, aber ohne Sahne, a la Madagaskar. Sehr lecker. Noch Baguette und Croisants für morgen früh bestellt. Das wird mangels Bäckerei vom Restaurant auf Bestellung gebacken.


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