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Capella II in der Champagne 2014

Die Reise der Capella II 2014 von Dillingen auf dem Saar- und Rhein-Marne-Kanal Richtung Champagne und zurück.

Saargemünd

Donnerstag September 11, 2014

Uwe verpasste morgens in Wittring den Bäcker, der nicht hupte. Aber Baguette aus dem Automaten war auch sehr gut. Um 10 Uhr vor den Schweizern mit dem Charterboot abgelegt. In der 1. Schleuse wollte Uwe die Temperatur an der Welle messen, entdeckte dabei Probleme mit irgendwelchen Pumpen. In der 2. Schleuse wieder versucht zu reparieren, hat unheimlich geflucht, weil ein Deckel nicht mehr gleich drauf ging und geschrieen, als er sich auch noch den Kopf stieß. Da hatte ich schon mal wieder die Schnauze voll vom Bootfahren. Danach ging alles problemlos.

Im Hafen von Saargemünd umgelegt, da am 1. Steg kein Satelitenempfang war, wo doch heute wieder Edgar Wallace Nacht ist. Schnell am Steg Tisch und Stühle rausgestellt, es war entgegen aller Wettervorhersagen noch strahlender Sonnenschein. Petra und ich ließen es uns bei Cremant und Reissalat gut gehen. Ich hatte innerhalb von 5 Min. unsere Fernsehantenne eingestellt, obwohl Uwe meinte, bei uns ginge es nicht. Noch mal Backgammon gespielt. Ist ja der letzte gemeinsame Nachmittag auf der Tour. Schade, das hat richtig Spaß gemacht. Nach einem Spaziergang mit Tobbi legte ich mich kurz aus Ohr und wurde von heftigem Regen geweckt. Zum Glück hatte Uwe die Sachen vom Steg geräumt. Leider fiel das gemeinsame Grillen ins Wasser. Abends bei uns „Neues vom Wixxer“ geschaut, danach gingen die beiden zurück zur Mobbel. Sind alle irgendwie ziemlich ko.

Mittersheim

Mittwoch September 10, 2014

Wollten mögichst früh los, da in Mittersheim ab Mittag ein starker Wind geht, was das Anlegen im Hafen schwierig macht. Leider kam Freddy mit dem Baguette erst um 8:45, so dass wir dann doch erst um 10:15 ablegten. Ab jetzt geht es auf dem Saarkanal nur noch bergab, was das Schleusen sehr vereinfacht. Schleuse 2 bis 8 lief ich mit Tobbi nebenher, da sie alle nur jeweils ca. 500 bis 700 m auseinander waren. Ich konnte dann mit der Fernbedienung die Schleusen auch schon freischalten, was die Fahrt zu Beginn doch etwas beschleunigte. Allerdings kamen uns heute verhältnismäßig viele (4 – 5) Boote entgegen. Tobbi stand ab Schleuse 5 schon immer parat und wäre gerne da schon wieder an Bord gegangen. In der letzten Schleuse vor Mittersheim verloren wir einen Fender, da wir beim Rausfahren zu nah an der Wand waren. Direkt nach dem Anlegen fuhr ich mit dem Fahrrad zurück. Gerade waren die Schweizer aus dem Houillon in der Schleuse, die den Fender schon aus dem Wasser geholt hatten und mir überreichten ihn. Noch mal Glück gehabt. Abends lecker Flammkuchen bei Manuela in der Hafenkneipe (Café du Port), Absacker auf der Mobbel, da es doch nach Sonnenuntergang doch schnell wieder kühl wurde.

…und nochmal zu Freddy

Montag September 8, 2014

Uwe opferte sich, mit dem Fahrrad Baguette zu holen, da ich schlecht geschlafen hatte und keine Lust, so früh (8:30) aufzustehen. Dann ging es wieder ruhig durch den schönen Rhein-Marne-Kanal zurück zu Freddy in den Houillon. Endlich kommen auch die kurzen Hosen und leichten T-Shirts zum Einsatz, von denen wir so viele dabei hatten, im Gegensatz zu warmen Klamotten, die wir die erste Zeit gebraucht hätten.

Marina Niederwiller

Sonntag September 7, 2014

Heute ganz gemütlich. Wollen nur bis Niderviller, wo sich Jürgen und Uwe in der Kühnlewerft nach Preisen für Schiff renovieren erkundigen wollen. Auch keine Schleusen, ich habe praktisch einen Ruhetag. Habe mal wieder im Reisebuch gelesen, aber bald lockten mich die Sonne und der herrliche Kanal aufs Vorschiff. Schon leichte Herbstfärbung in den Bäumen, bunte Böschungen am Kanal mit vielen Herbstzeitlosen. Nach 2¼ Std. angelegt. Am Steg waren auch einige Camper, die grillten, was Tobbi sehr interessant fand. Also musste er angeleint werden. Zwei Herren im Campingwagen hatten eine Mops dabei, der im Korb lag und sich überhaupt nicht rührte. Einer der beiden Männer meint, er sei auch viel zu schwer und habe zu kurze Beine um viel zu laufen.

Auf dem Achterdeck mit Petra die 2 Reste aus den Cremantflaschen vernichtet, danach Autorennen von Monza geschaut. Nach einem kurzen, verspäteten Mittagsschlaf mit Tobbi eien Radtour, abends im „Tannenhäuschen“ schön Essen. Es war noch warm genug um mit kurzen Ärmeln draußen zu sitzen.

im Houillon bei Freddy

Freitag September 5, 2014

Schon vor 8 Uhr aufgestanden, da der Bäcker um 8 Uhr kommen sollte. Kam dann 8:45. Leicht neblig, aber die Sonne kam schon durch. Das sieht doch mal wieder nach einem schönen Tag aus! Beim Bäcker eingekauft, in Ruhe gefrühstückt. Inzwischen war die Sonne da, der Nebel weg. Herrliche Spinnennetze voller Tautropfen, die in der Sonne glitzerten. Das herrliche Wetter hebt auch die Stimmung! Ein kurzes Stück begleitete uns ein in der Sonne herrlich schimmernder Eisvogel. Den habe ich entdeckt, Uwe dagegen sieht Apfel-, Birn-, Pflaumenbäume und Schlehen, am Wegesrand und in den Schleusen. So versorgt er uns auch mit Obst. An Schleuse 2 saß eine kleine, magere Katze (die bahe ich aber auch gesehen! Uwe). Als ich sie mit Baguette mit Fett von Paté fütterte kamen noch 5 andere. Offensichtlich wild und sehr zerzaust und räudig. Setzten die kleine, nette Katze bestimmt nur als Lockvogel hin!

An der Schachtschleuse in  Réchicourt mussten wir 1 Std. warten. Also angelegt, gemütlich Mittagsimbiß, mit Tobbi Ball gespielt und gesonnt. Um 17:30 im Houillon bei Freddy angelegt. Das Wetter war toll um mit Tobbi eine lange Strecke Fahrrad zu fahren, es machte ihm offensichtlich auch Spaß, eine ganze Strecke zu rennen. Aber in 5 Tagen wird er ja 13, vielleicht wird er danach ruhiger (haha!!). Uwe hat mit Jürgen, Petra und Freddy Boule gespielt. Zur Abwechslung mal an Bord gekocht.

Am Samstag gemütlich um 10 Uhr gefrühstückt. Dann fuhr ich bei herrlichem Wetter mit Tobbi am Kanal entlang und durch den Wald nach Gondrexange, ca. 1 Std., um in einem Supermarkt einzukaufen. Der Supermarkt entpuppte sich als kleiner Krämerladen. Tomaten und Obst waren schon ziemlich vergammelt, auch sonst gab es nicht viel. Also mit wenig Ausbeute wieder zurück. Machten unterwegs noch am Kanal Halt und genossen die Ruhe, die Sonne und das Wasser. Tobbi lief ohne Probleme bei der Wärme die ganze Strecke. Nachmittags besuchte uns Gerd Körner mit seinem Schweizer Freund Wolfgang. Brachten leckeren Rhabarberkuchen und Kekse mit, den wir gemütlich auf Deck verspeisten. Auch den Vorrat an Becker-Bier-Dosen füllten sie wieder auf. Danach noch am See spazieren. Abends beim Grillen waren wir uns sicher, dass es uns hier bestimmt nicht schlechter geht als beim Molefest, das wir heute leider versäumen. Aber man kann halt nicht immer alles haben.

Parroy

Donnerstag September 4, 2014

Morgens schon warm, auch das Boot war trocken. Um 10:45 abgelegt, bevor das nächste Boot die Schleuse hoch kam. Herrlich, in der Sonne auf dem Vordeck zu Vordeck zu sitzen und auf glitzerndem Wasser durch den sonnendurchfluteten Kanal zu fahren und sich den Fahrtwind um die Ohren wehen zu lassen! Alles ging ganz wunderbar, in Parroy noch gut Platz gefunden, auch nette Deutsche, die beim Anlegen halfen. Das finde ich immer noch sehr beruhigend.

Gleich Tisch und Stühle aufgebaut, ein Klappstuhl wurde gleich mal im Kanal gebadet. Aber Jürgen zog ihn mit seiner langen Stange gleich wieder raus. Gemütlich Anleger getrunken, die Männer versorgten die Boote. Abends wieder köstlich in aller Ruhe gegrillt. Petra und ich sind einhellig der Meinung, dass wir gerne noch mal gemeinsam in Urlaub fahren können. Gemeinsamer Edgar Wallace Abend auf der Mobbel.

Bei Nancy - im OW der Schleuse 25

Mittwoch September 3, 2014

Wollten eigentlich 8:40 ablegen, um als erste in der Schleuse zu sein. Aber oh Schreck, der Bäcker mit den besten Croissants (das ist der direkt am Hafen) hatte geschlossen. Also wurde erst mal beratschlagt, ob mit Fahrrad zum nächsten Bäcker, oder losfahren und an der Kaimauer anlegen um zum Bäcker hoch zu gehen. Letzendlich fuhr ich mit dem Fahrrad. Danach lagen die ersten Schiffe schon vor der Schleuse, wir konnten also in Ruhe frühstücken.

Um 9:30 dann los und nachdem wir durch die Lichtschranke durch waren – Uwe wollte mich absetzen, weil er dachte die Schleuse sei defekt, da Dauerrot - konnten wir auch direkt schleusen. Abwärts zur Mosel, erst als wir wieder auf den Rhein-Marne-Kanal abbogen ging es wieder aufwärts mit uns. Die Großschleusen auf der Mosel waren kein Problem, ein Berufsschiffer fuhr vor uns, ein Longboat aus England und ein hamburger Sportboot. So wurden wir immer direkt geschleust. Ansonsten kann es schon mal passieren, dass Sportboote auf einen Ausflugsdampfer oder einen Berufsschiffer warten müssen. Bald bogen wir ab nach Nancy, ab da gibt es nur kleinere Peniche-Schleusen. Das haben wir auch zu Berg ganz gut hingekriegt. Der Hafen von Nancy war voll, also weiter zum Intemarche. Dort Sprit und Nachschub an Essen und Getränken geholt und gegen 18 wieder im Oberwasser von Schleuse 25 festgemacht. Gemütlicher Abend bei Cremant, Bier, Crevetten, Baguette und Ricard. Kochen fiel mal wieder aus, zum Grillen war es zu kalt und zu windig.

Toul - Port de France

Dienstag September 2, 2014

Morgens bewunderten wir den Sonnenaufgang und die Landschaft bei leichtem Nebel. Wurde aber bald richtig sonnig, die Mobbel fuhr den ganzen Tag „offen“, da sie den Aufbau für den nur 800m langenTunnel sowieso abgebaut hatten. Die Automatikschleusen funktionierten prima, konnten fast immer direkt bei grün einfahren. Auch nicht mehr so viel Kraut auf dem glasklaren Wasser. Schon kurz vor 14 Uhr in Toul angelegt. Das war auch gut so, denn der Hafen war schon ziemlich voll. So konnten wir wenigstens noch beide einen Platz mit einem Steg ergattern. Wir können ja gut über die Badeplatform aussteigen.

Hatten gedacht, Tobbi kommt nicht so leicht von Bord, aber schwupps ist er auf das Schiff nebenan gehüpft. Haben unseres dann etwas weiter davon weggezogen. Ich war mit dem Fahrrad bei Lidl einkaufen. So ein Fahrrad an Bord ist schon praktisch!

Pargny-sur-Meuse

Montag September 1, 2014

Heute nur 12 Schleusen, davon 11 zu Tal, was ja einfach ist, und der 4.8 km lange Tunnel von Mauvais. Morgens schon warm angezogen, denn im Tunnel ist es saukalt. Haben um 9:20 schon abgelegt, da anschließend Berufschiffahrt kam und wir nicht mehr in die Schleuse gedurft hätten. Wir hatten gleich Probleme mit der Kühlung des Backbordmotors. Rohr verstopft durch das viele Kraut auf dem Wasser. Die Mobbel musste eine Peniche abwarten, Uwe versuchte inzwischen das Rohr wieder frei zu kriegen, klappte aber leider nicht. Also fuhren wir mit der Steuerbordmaschine. Auch die Mobbel bekam Probleme mit dem Kraut und in den Schleusen wurde immer wieder gespült und Filter gereinigt. Zum Glück schien die Sonne. In Pargny-sur-Meuse wurde dann mal wieder alles ordentlich durchgespüt, Uwe bekam das Rohr mit einem festen Schlauch auch wieder frei.

Abends waren in der Routier-Kneipe , die uns Anne-Marie und Bernie vom Floß empfohlen hatten. War wirklich toll. Menu für 13.90. Dafür konnte man beliebig viel vom tollen Vorspeisenbuffet holen. Herrliche Salate, Muscheln, Bulots, Hummerscheren, Quiche. Als Haupgericht konnte man von der Karte aussuchen, es waren Portionen für Lkw-Fahrer. Als Beilage eine Auswahl an Pommes, Bratkartoffeln, Reis, Nudeln und verschiedene Gemüse. Ich hatte überbackene Meeresfrüchte, super lecker. Als Nachtisch wieder a Volonté verschiedene Torten, Puddings mit Obst, Joghurts, Eclairs. Dazu eine tolle Auswahl an Käse. Außerdem Wasser, Rotwein und Rose so viele man wollte zum selber Zapfen an „Fontänen“. Wir ließen es uns fast 3 Std. schmecken.